Berichte

 

  27.03.-29.03.2009 Freestyle DM in Dudenhofen
 

Zum ersten Mal fanden die Kürwettbewerbe getrennt von den Rennwettbewerben statt.

Diese werden im Juni in Hamburg ausgetragen.

Auch unser Verein konnte wieder einige Erfolge verbuchen.

 

 

 

Die ersten Deutschen Meisterschaften der Einradfahrer im Freestyle fanden an diesem Wochenende im hessischen Dudenhofen statt. Der Ein-Rad-Club Dorsten nahm mit 22 Aktiven an diesen Wettkämpfen teil.

Für viele von ihnen war es der erste Wettkampf auf diesem hohen Niveau. Daher ging es auch darum, Erfahrungen zu sammeln. Die etablierten Fahrerinnen konnten erneut mit einer Reihe von guten Leistungen überzeugen und der Nachwuchs machte schon auf sich aufmerksam. Gleich am ersten Tag gab es aus Sicht des Ein-Rad-Clubs Dorsten eine erfreuliche Überraschung.

Maren Wohlfarth gewann in der Altersklasse U 15 die Standard Skills und wurde damit Deutsche Juniorenmeisterin. Sie war in der Durchführung der von ihr ausgesuchten Tricks erstaunlich souverän und machte praktisch keine Fehler, obwohl sie diesen Wettbewerb zum ersten Mal bestritt.

Ihr Bruder Till Wohlfarth belegte nach einigen kleinen Fehlern in seiner Altersklasse Platz 2. In der Gesamtwertung verfehlte Till einen der vorderen 3 Plätze. Wer Till kennt, weis, dass seine Vorstellung mit höchsten Schwierigkeitsgraden gespickt war. Damit steigt das Fehlerrisiko. Beide Komponenten fließen in die Bewertung ein. Erfreulich, Till steigerte die Punkte seiner persönlichen Bestleistung deutlich.

Nach den Kürwettbewerben in den einzelnen Altersklassen wird unter den sechs Punktbesten in einem weiteren Finalkampf der Deutschen Meistertitel (15+) und den der Junioren (U 15) ausgetragen.

Einige Dorstener Sportler erreichten diese Finalkämpfe, vornehmlich bei den Paaren.

Hier setzten Maren Sender und Felix Büning die Dorstener Paarkürtradition fort, als sie in ihrer Altersklasse 19+ den 2. Platz und im Finale um die Deutsche Meisterschaft den 3. Platz belegten. Gegenüber der Kür in ihrer Altersklasse am Vortag konnten sie sich weiter steigern. Durch ihre musikalische Präsentation auf hohem technischen Niveau konnten sie Publikum und Jury gleichermaßen überzeugen.

Gleichfalls ins Finale gelangten die Geschwister Till und Janna Wohlfarth mit dem 4. Platz der Altersklasse 19+. Ihre Ritterzeit-Paarkür mit hohen Schwierigkeiten und vielen innovativen Elementen kam besonders gut beim Publikum an. Bei den Punktrichtern ergab sich für sie ein enttäuschender 6. Platz.

In der Alterklasse U 15 hatten Hannah Sender und Maren Wohlfarth den 3. Platz belegt und das Juniorenfinale erreicht. Kleinere Fehler bedingten dort, dass sie den 6. Platz belegten. Mit ihrer Gesamtleistung können sie dennoch hoch zufrieden sein.

Einen weiteren erfreulichen 3. Platz in der Altersklassen (U 17) gab es für Lea Pasterkamp und Greta Schütte. Ihre Pantomimen-Kür war ein besonderer Blickfang der Meisterschaften und überzeugte sie und alle anderen nach der Enttäuschung des vergangenen Jahres.

Weitere Paarküren fuhren Dana Kier und Corinna Schütz, Johanna Lippemeier und Bianca Löher sowie Romina Hiepel und Jessica Kuntke. Obwohl alle drei Paare keine vorderen Platzierungen erreichten, ist ihr Mut zu loben bei einem derart hochkarätigen Wettkampf teilgenommen zu haben. Die gewonnenen Erfahrungen sind für die nächsten Wettkämpfe und Meisterschaften wertvoll.

 

Erfolgreichste Starterin in der Einzelkür war Janna Wohlfarth. Sie hat ihre Technik im Jahr 2009 unglaublich verbessert. Dazu hatte sie sich mit dem Thema „Werbung“ ein anspruchsvolles Motto für ihre Kür einfallen lassen. Die Belohnung war der 2. Platz in der Altersgruppe U 19 und ein zweiter Start im Finale der 6 Besten. Hier waren sich Insider und große Teile des Publikums einig, dass Janna mit dem 5. Platz zu schlecht bewertet worden war und das bei einer Leistungsteigerung gegenüber dem Alterklassenwettbewerb U19 am Vortag.

Ihr Bruder Till Wohlfarth konnte in seiner Altersklasse 19+ den 3. Platz herausfahren. Er hatte den Schwierigkeitsgrad seiner Übungen - wie wir ihn kennen - extrem hoch angesetzt. Deswegen musste er leider einige Male unfreiwillig absteigen, so dass er einen Finalplatz verpasste.

Enttäuscht waren nach ihrer Einzelkür Jessica Kuntke und Maren Sender mit ihren Platzierungen. Für Jessica war es die erste Einzelkür und so waren ihre Erwartungen eher zurückhaltend gewesen. Maren jedoch hatte auch als Kürfahrerin schon viele Erfolge verbuchen können. Wie wir es von ihr kennen präsentierte sie auch dieses Mal eine ästhetisch gelungene und technisch anspruchsvolle Kür. Ihre niedrige Wertung stieß sowohl beim Publikum als auch bei Teilnehmern sehr auf Unverständnis.

Die abschließende Gruppenkür U 15 hatte in der letzten Woche den Dorstener Einradsportlerinnen große Probleme bereitet, da sich Hannah Huxel zur Generalprobe derart verletzt hatte, dass die Kür ohne sie gefahren werden musste. Da es keine Ersatzfahrerin gab, mussten die Trainer die Choreographie kurzfristig eine Woche vor den Meisterschaften umstellen und mit der ungeraden Anzahl 9 anstatt mit 10 Sportlerinnen entsprechend 5 Zweierpaare neu einüben. Trotz dieser enormen Schwierigkeiten zeigten die kleinen Balletteusen auf dem Einrad eine beachtenswerte Leistung und fuhren ihre Kür nahezu fehlerfrei. Angefeuert vom gesamten Team belegten sie den 4. Platz. Der 4. Platz gilt allgemein als undankbares Ergebnis. Jedoch können die jungen Fahrrerinnen vor dem Hintergrund des Verletzungspechs auf ihre Leistung besonders stolz sein. Es starteten Carolin Albrecht, Dana Aleff, Michelle Braun, Nele Fortmann, Rebecca Kuntke, Inga Luerweg, Meike Scheipers, Hannah Sender und Maren Wohlfarth. In den kommenden Jahren wird bei dem schon jetzt gezeigten Leistungsniveau von diesen Sportlerinnen noch einiges zu sehen und zu hören sein.

Die Fahrer/innen des Ein-Rad-Clubs Dorsten konnten sich erneut auf die große Unterstützung durch Verwandte und Freunde verlassen. Sie waren mit der Mannschaft angereist und Zeugnis eines guten Teamgeistes. Ihre besondere Anerkennung und Bewunderung galten Till Wohlfarth, der den Spagat zwischen Trainer und aktivem Teilnehmer außergewöhnlich und hervorragend bewältigte. Er ist als Ideengeber und Choreograph für den Verein unersetzlich. Überregional finden seine innovativen Gedanken und Visionen im Einradsport viel Beachtung.

 


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